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Grill
Veröffentlicht von: Manuel|In: Grills|29. Juni 2021
Wir haben diesen Test & Vergleich (08/2022) im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Update am: 06.07.2021

Inhaltsverzeichnis:

Grill Test & Vergleich (08/2022): Die 10 besten Grills

Wenn es etwas gibt, das unzertrennlich mit dem Camper-Leben verbunden ist – und zwar unabhängig von der Art des Campings – dann ist es das abendliche Grillen mit anderen Camper-Freunden, oder auch alleine mit den Lieben. Aber genau wie das Grillen dazu gehört, gehören die Diskussionen über die beste Methode der Zubereitung dazu. Kohle-, Gas-, oder Elektrogrill: Welches System liefert die besten Ergebnisse? Gibt es wirklich die großen, geschmacklichen Unterschiede? Und wer macht am Ende eigentlich sauber? Und was darf auf keinen Fall auf den Grill? Wir haben uns für euch schlau gemacht!

Ranking: So ist unsere Einschätzung der Grills

Platz 1: Outdoorchef Kensington 570 ULINE Holzkohlegrill

  • TÜV-Süd geprüft
  • Material: pulverbeschichtete, hitzebeständige Porzellanemaille, hitzebeständiger Bügelgriff, wetterfeste Kunststoffräder, verchromter Grillrost mit 54 cm Durchmesser, Edelstahl-Kohlebehälter
  • Easy Slide Trichter System für direktes oder indirektes Grillen
  • Grillrost aufklappbar zum Nachfüllen von Holzkohle
  • Deckel ist fest montiert
  • integriertes Thermometer
  • Saftschale
  • Ventilationssystem

Platz 2: Weber 50010379 Gasgrill Q1000 mit Stand

  • elektrische Zündung
  • Material: Deckel und Gehäuse aus Aluguss für hohe Lebensdauer, Grillrost aus porzellanemaillierten Gusseisen
  • herausnehmbare Fettauffangschale
  • für optimale Temperaturregelung: stufenlos regelbares Brennerventil
  • am Weber Q Stand: 3 Besteckhaken vorne
  • integrierte Aromaschienen im Rost, die den Gasbrenner schützen
  • Grillbereich: 43 x 32 cm

Platz 3: Weber Original Kettle Premium

  • Material: Schüssel und Deckel porzellanemailliert, Edelstahl-Grillrost, Aluminium-Aschebehälter, glasverstärkte Nylon-Griffe
  • One-Touch-Reinigungssystem mit abnehmbarem Aschebehälter
  • Grillrost ist aufklappbar

Platz 4: Weber 15401001 Performer Premium Charcoal Grill

  • Material: Schüssel und Deckel porzellanemailliert, Edelstahl-Grillrost, Aluminium-Aschebehälter
  • offener Wagen
  • Scharniergrillrost Gourmet BBQ System
  • LCD-Kochtimer abnehmbar
  • integrierter Deckelthermometer
  • 2 Holzkohlebehälter für indirektes Kochen

Platz 5: Petromax Atago

  • Einsatzmöglichkeiten als Grill, Herd, Ofen oder Feuerschale
  • Material: rostfreie Chrom-Stahl-Legierung, gusseiserner Feuertopf
  • Temperaturregelung durch Luftzufuhr-Hebel
  • Klappmechanismus sorgt für schnellen Auf- und Abbau

Platz 6: Weber BLK Tisch Top Grill

  • hitzebeständige Nylon-Griffe
  • 10 Jahre (eingeschränkte) Garantie
  • arretierbare Füße

Platz 7: Char-Griller E6714 Akorn Jr Kamado Kooker Charcoal Grill

  • Isolations-Design sorgt für mehr Hitze bei weniger Kohleverbrauch
  • Geringerer Luftstrom sorgt für saftigeres Fleisch
  • Easy-Dump Aschebehälter
  • Material: Stahl, pulverbeschichtet und porzellanemailliert
  • eingebauter Thermometer

Platz 8: LotusGrill Starter-Set 1x Grill Anthrazitgrau mit USB-Anschluß

  • nur 4 Minuten Vorglühzeit
  • doppelschalige Konstruktion sorgt dafür, dass die Außenschale nicht heiß wird
  • einfach auseinandernehmbar
  • Grillrost und Innenschale spülmaschinenfest
  • weniger als 4 kg Gewicht
  • Material: pulverbeschichteter Stahl (Außenschale)

Platz 9: Weber Q 1200 Grill

  • Material: Gusseisen, Aluminium
  • 5 Jahre Garantie auf Feuerschale und Deckel

Platz 10: FENNEK Grill

  • made in Germany
  • Material: Edelstahl
  • leichter Auf- und Abbau
  • wetterfest
  • pulverbeschichteter Transport-Alukoffer, der auch als Untergrund benutzt werden kann

Unser Ratgeber Bereich: Wichtige Fragen und Antworten auf die Du vor dem Kauf eines Grills achten solltest

Bevor du dich für einen Grill entscheidest, ist es empfehlenswert, verschiedene Kriterien zu berücksichtigen.  Welche das sind, erfährst du im Folgenden.

Welche Arten von Grills gibt es und welches sind die Vorteile und Nachteile?

Wir können eins schon vorweg nehmen: Es gibt keine Antwort, die jeder akzeptieren wird. Denn dafür sind die Menschen zu individuell, zu überzeugt ist jeder von „seiner“ Methode. Und andererseits liegt es auch an den gegebenen Umständen. Was nutzt der beste Kohlegrill, wenn ich in den Süden fahre, wo im Sommer offenes Feuer verboten ist?

Oder was hilft es mir, wenn das Grillen mit Gas oder Strom mein Favorit ist, ich aber mit dem Wanderzelt unterwegs bin? Ohne 220 Volt Anschluss und ohne eine dazugehörige Gasflasche?

Wir zeigen euch die möglichen Methoden auf, am Ende muss es jeder für sich entscheiden, abhängig von seiner Art zu campen.

Was kostet ein Grill?

Das ist je nach Art des Grills unterschiedlich. Gasgrills zum Beispiel bekommt man schon ab ungefähr 80 Euro, wobei die Preisspanne sich bis über 500 Euro und nach oben hin sogar offen zieht.

Woher bekomme ich einen Grill?

Ob aus dem Baumarkt, oder aus dem Fachhandel – die meisten führen heutzutage Grills. Manchmal haben auch Discounter welche im Angebot, und über das Internet sind sie sowieso ganz bequem nach Hause lieferbar bestellbar.

Grill
Grill-Test

Triff Deine Kaufentscheidung: Welcher der vorgestellten Grills passt am besten zu Dir?

Wie bereits erwähnt, gibt es mehrere Arten von Grills. Diese sind:

  • Holzkohlegrill
  • Gasgrill
  • Elektrogrill
  • Smoker

Holzkohlegrill – Vorteile und Nachteile

Holzkohle: die traditionelle Art zu grillen, für autark Reisende unverzichtbar! Nicht wenige unter den begeisterten Grillern schwören auf DIE ursprünglichste Form des Grillens, auf das Grillen mit Holzkohle. Angefangen mit dem fachmännischen anfeuern der Grillkohle, bis hin zum abpassen des richtigen Momentes, das Grillgut auf dem Grill zu platzieren, in der richtigen Höhe versteht sich, damit es nicht nur schwarz wird. Das Zusammenspiel von rauchigem Aroma bis hin zum typischen Duft macht für diese Menschen das Grillvergnügen aus. Obendrein ist der Kohlegrill die preiswerteste Alternative der gegebenen Möglichkeiten des Grillens.

Doch das Grillen mit Holzkohle hat auch seine Nachteile: Die Rauch- und Geruchsentwicklung ist gerade auf Campingplätzen, wo man zwangsweise dicht an dicht mit den Nachbarn zusammen steht, oft ein Ärgernis, das schnell zu Beschwerden und Unfrieden führen kann. Auch dauert es länger, bis man mit dem eigentlichen Grillen beginnen kann, gehört doch – wie weiter oben beschrieben – das Anfeuern mit dazu und es dauert meist ungefähr eine halbe Stunde, bis die Glut soweit ist, dass man mit der Zubereitung der Speisen beginnen kann.

Gesundheitsgefahren beim Grillen

Auch weiß man ja mittlerweile um die Gesundheitsgefahren beim Grillen mit Kohle. Wenn vom Fleisch auf die Grillkohle Fett tropft, entwickelt sich nicht nur eine Flamme, sondern auch giftige Gase. Verhindern kann man das mit dem Einsatz von Grillschalen aus Aluminium oder direkt mit Aluminiumfolie. Dabei spricht man dann allerdings wieder vom indirekten Grillen – vielen ist das schon nicht mehr „echt“ genug. Dabei liegt das Grillgut nicht direkt über der Glut. Letztere wird statt dessen an der Seite platziert und in die Mitte – direkt unter das Fleisch – stellt man eine Tropfschale mit Wasser. Herunter laufendes Fett kommt so nicht mit Kohle oder dem heißen Metall des Grills in Berührung. Voraussetzung für indirektes Grillen ist ein Deckel mit Lüftungsschlitzen. Die heiße Luft zirkuliert und gart das Grillgut von allen Seiten. Schwarz angebranntes Fleisch sollte man mindestens von der schwarzen Schicht befreien, denn in dem verbrannten Fleisch befinden sich krebserregende Stoffe.

Vorsicht beim Grillen

Aber VORSICHT! Nicht alles darf in einer Aluschale gegrillt werden. Alle  Lebensmittel, die in Lake eingelegt sind, wie zum Beispiel Schafskäse, Fetakäse, sind tabu . Sowohl das Salz als auch die Säure reagieren bei den hohen Temperaturen mit dem Metall und lösen für die Gesundheit schädliche Aluminiumione heraus. Über die gegrillten Lebensmittel gelangen diese dann in den Körper

Achtung – erhöhte Unfallgefahr!

Die Unfallgefahr beim Grillen mit offenem Feuer – nichts anderes ist glühende Holzkohle – ist sicher ein weiterer Nachteil. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, immer einen Eimer Wasser zum löschen dabei stehen zu haben, der Grill darf nie unbeaufsichtigt sein, erst recht nicht, wenn auch noch Kinder in der Nähe sind. Anzünden nur mit den dafür extra entwickelten Anzündern (nicht etwa mit Brennspiritus – ACHTUNG – es drohen lebensgefährliche Verbrennungen!). Auch der Funkenflug ist und bleibt eine Gefahr, in den südlichen Ländern waren oft grillende Touristen Auslöser von großen Waldbränden. Der Grill sollte, wenn irgendwie möglich, immer auf nicht brennbarem Grund stehen.

Ein letzter Nachteil ist dann am Ende des Grillens die Entsorgung der Grillkohle. Man sillte sich immer vergewissern, dass das entsorgen der Kohle/Asche möglich ist und man muss immer warten, bis die Kohle ausgeglüht hat, was natürlich mit einem weiteren, erheblichen Zeit-Mehraufwand einhergeht.

Vorteile

  • autarkes Grillen möglich
  • ursprünglichste Art zu grillen
  • rauchiges Aroma
  • preiswerteste Alternative

Nachteile

  • Rauch-und Geruchsentwicklung kann störend für andere Campingplatznutzer sein
  • lange Vorglühzeit, bis man mit dem eigentlichen Grillen beginnen kann
  • durch das Tropfen von Fett auf die Kohle können sich giftige Gase entwickeln
  • mögliche Unfallgefahr
  • Entsorgung der Kohle/Asche

Gasgrill – Vorteile und Nachteile

Die Lösung für schnelles, sauberes und gutes Grillen: Gas! Ein Klassiker für alle Wohnmobil-Fahrer und Wohnwagen-Camper ist das Grillen mit Gas. Dadurch, das es sich hierbei nicht um offenes Feuer handelt, sind die Gefahren deutlich geringer, einmal die Gasflasche angeschlossen, ist es auch kaum noch aufwändig, der Grill ist in Null Komma Nix auf Betriebstemperatur und das Grillvergnügen kann schnell beginnen. Es entfällt die ganze Zeit der Vorbereitung mit anzünden, anfeuern, warten auf das Durchglühen, ect. Zudem kann man über die Gaszufuhr der einzelnen Brenner die Hitze auf dem Grill zonenweise regulieren. Das lässt gleichzeitig anbraten, aber auch warmhalten.

Gute Modelle verfügen über durch sogenannte Flammenverteiler, die verhindern, dass Fett und Saft aus dem Fleisch in die Flammen tropfen können. Keine Stichflamme durch entzündetes Fett, keine Unfallgefahr, keine Gesundheitsgefahren. Zudem produzieren Gasgrills kaum Rauch, ein weiterer Aspekt für die Gesundheit und den nachbarschaftlichen Frieden auf dem Campingplatz! Und am Ende bleibt nicht einmal Asche zurück!

Höhere Preise beim Gasgrill

Gasgrills sind im Vergleich zu Holzgrills verhältnismäßig teuer. Im Laufe der Jahre amortisiert sich das jedoch, da man Gas günstiger kaufen kann als Holzkohle.
Die höheren Preise sind auch durch die notwendige verbaute Technik selbstverständlich gerechtfertigt. Gasgrills haben dafür aber auch wieder eine längere Lebenszeit als die meisten Holzkohlegrills.

Um den Nachteil des fehlenden, rauchigen Aromas auszumerzen, haben Gasgrillhersteller mittlerweile schon lange reagiert und sogenannte Holzchips, Smoking Chips entwickelt, genannt „Räucherpellets“. Damit zaubert man das nur bei echten Holzkohlegrills zu erzielende Aroma mit einem kleinen Trick herbei, so das niemand auf dieses Highlight verzichten muss.

Vorteile

  • schnell und sauber
  • Warten auf das Durchglühen entfällt
  • über die Gaszufuhr bei mehreren Brennern ist die Hitze regulierbar
  • kaum Rauch
  • keine Asche

Nachteile

  • im Vergleich mit Holzkohlegrills teuerer
  • kein rauchiges Aroma durch das Gas

Elektrogrill – Vorteile und Nachteile

Nicht nur für Balkone – auch für Camper eine Alternative: Elektrogrills! Mit einem Elektrogrill kann man das Barbecue in den Wohnwagen verlegen. Er ist schnell einsatzbereit und braucht für den laufenden Betrieb nur ein wenig Strom. In Kombination mit einem recht günstigen Anschaffungspreis, der bei etwa 30 Euro startet, ist diese Methode die günstigste Art zu grillen. Die antihaftbeschichteten Grillplatten lassen sich gut reinigen. Abfall, wie heiße Asche oder leere Gasflaschen, entsteht beim Grillen mit Strom nicht. Auch das Verhältnis zu den lieben Nachbarn wird geschont, da die Rauchbelästigung ausbleibt.

Allerdings geht dem echten Grill-Enthusiasten dabei jegliches Grill-Feeling verloren, aus dem Knistern der Kohle wird maximal ein Zischen des Fleisches, es duftet nur wenig und es erinnert dann doch mehr an braten in der Pfanne, als an Grillen. Trotzdem erfreut sich das Grillen mit Strom steigender Beliebtheit. Und auch hier feilen die Hersteller an Konzepten, das Grillen mit Strom zum „echten“ Grillen zu machen, auch hier kann man künstliches Aroma erzeugen. Von ca. 30 Euro gehen die Preise für wirklich gute Geräte bis auf mehrere Hunderte Euros nach oben.

Wie funktioniert ein Elektrogrill?

Beim Standartgerät wird eine Heizspirale unter dem Grillrost durch Strom erhitzt, unter der Heizspirale befindet sich eine Schale, die mit Wasser zu befüllen ist (nicht über die Markierung befüllen!). Es empfiehlt sich, den Grillrost mit Alufolie abzudecken und das Fleisch auf die Alufolie zu legen. Achtet auf gute Folie, ihr werdet es danken, wenn ihr weniger fest gebratene Aluminiumfolie aus eurem Fleisch pulen müsst!

Der Renner sind derzeit die Kontaktgrills. Wer es eilig hat, kann hier das Fleisch, ganz ohne es zu wenden, gleichzeitig von 2 Seiten grillen. Wenn es also mal etwas schneller gehen soll, dann führt an einem Kontaktgrill kein Weg vorbei. Die besten Geräte dazu findet man wohl beim deutschen Marktführer Tefal.

Vorteile

  • günstigste Art des Grillens
  • schnell einsatzbereit
  • gut zu reinigen
  • kein Rauch
  • keine Asche

Nachteile

  • kaum Duftentwicklung
  • kein rauchiges Aroma durch das Gas
  • kein wirkliches „Grillfeeling“

Smoker – Vorteile und Nachteile

Die Alternative: der Smoker! Kein Grill,aber aus den USA kommend auch bei uns auf dem Vormarsch, ist der Smoker. Der Smoker ist ein Räucherofen, in dessen Feuerbox ein Feuer entzündet wird, so dass weißer Rauch entsteht. Sodann wird die Box in den Smoker gestellt, von wo der Rauch in die sogenannte Garkammer geleitet wird. In der Garkammer wird das Grillgut geräuchert und zwar sehr langsam, aber gesund, über Stunden indirekt gegart. Dabei bleiben die Lebensmittel zart und saftig, es ist keinerlei Marinade notwendig und selbstverständlich entsteht ein sehr aromatisches Grillaroma. Nicht nur Fleisch darf in den Smoker, auch Käse und Gemüse können so schonend zubereitet werden. In den USA gibt es kaum noch Barbeque ohne Smoker! Für Camper mit Zelt auf Wanderung eher nicht möglich, für alle, die den Smoker auch transportieren können, eine spannende Alternative!

Neben der langen Zubereitungszeit – das Grillgut liegt oft mehrere Stunden in dem Ofen – ist die Erfahrung wichtig. Oft gelingen Gerichte im Smoker nicht beim ersten Mal, da eine konstante Temperatur benötigt wird, zugleich aber auch die Kontrolle des Garvorgangs sehr wichtig ist. Durch das Öffnen der Klappe geht jedoch die Hitze verloren – und das mindert den Geschmack von Fleisch und Co.

Auch die Größe und das Gewicht des Smokers spricht für viele gegen die Anschaffung dieses Grillsystems. Im Gegensatz zu Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill lässt sich das Gerät nach der Saison nicht einfach im Gartenhäuschen oder der Garage verstauen. 

Vorteile

  • das Fleisch wird gegart, nicht gegrillt
  • das Fleisch bleibt zart und saftig
  • Marinade wird nicht benötigt
  • eignet sich auch für Gemüse und Käse!

Nachteile

  • sehr lange Zubereitungszeit
  • nichts für unerfahrene Griller
  • oft sehr unhandliche Größe/unhandliches Gewicht

Was sind die Kaufkriterien und wie kannst Du die einzelnen Grills miteinander vergleichen?

Bevor du dich für einen Grill entscheidest, solltest du dir die nächsten Abschnitte mit den Kaufkriterien durchlesen. Die Kriterien sind:

  • Gewicht
  • Aufbau, Abbau
  • Reinigung
  • Zubereitungszeit
Grill
Grill-Test

Gewicht

Egal, ob man mit Auto oder Wohnwagen oder gar einem Wohnmobil reist – wie viel Gepäck man mitnehmen kann, ist auch immer eine Frage des Gewichts. Deshalb ist ein Grill, der leichter ist, immer zu bevorzugen.

Aufbau, Abbau

Nichts ist ärgerlicher nach einer langen Fahrt, als wenn es auch noch kompliziert ist, zu etwas essbarem zu kommen! Erst recht, wenn man selbst grillen möchte. So sollte der Grill möglichst einfach im Aufbau und auch im Abbau sein, um unnötig Streß und eventuell Streit zu vermeiden.

Reinigung

Ebenso streßfrei wie Auf- und Abbau sollte die Reinigung sein. Wer möchte schon mit vollem Magen länger für die Reinigung des Grills brauchen, als das eigentliche Grillen gedauert hat? So ist es von Vorteil, wenn sich gerade die Teile des Grills, die mit dem Fleisch / der Kohle in Berührung gekommen sind, abnehmen und getrennt von der eigentlichen Grilleinheit säubern lassen.

Zubereitungszeit

Auch die Zubereitungszeit ist wichtig, möchte man doch nicht unbedingt länger als nötig auf die leckeren Speisen warten müssen.

Wissenswertes über Grills und Zubereitung von Speisen – Expertenmeinungen und Rechtliches

Was kann man grillen, und was auf keinen Fall?

Auf der ganz sicheren Seite ist man hier, wenn man nur Fleisch auf den Grill legt, das im Supermarkt als Brat- oder Grillfleisch (oder Grillwürstchen) ausgezeichnet ist (auch der Metzger weiß in der Regel, welches Fleisch man grillen kann und welches sich nicht dafür eignet). Auf keinen Fall grillen sollte man:

  • Leberkäse
  • Schinken (Rohschinken, Hinterschinken, Kochschinken)
  • Kassler
  • Fleischwurst
  • Wiener Würstchen
  • Bockwurst
  • Speck

Das hat einen einfachen Grund: in den oben genannten Fleischsorten kommen Nitritpökelsalze zum Einsatz! Auf Verpackungen auch als „(jodiertes) Kochsalz“ oder „Konservierungsstoff E 250“ bezeichnet, der dazu dient, Bakterien abzutöten und dem Fleisch die schöne rosa Farbe erhält. Es ist ein Konservierungsstoff! Bei hohen Temperaturen kann das Salz mit dem Eiweiß im Fleisch reagieren und so Nitrosamine entstehen. Nitrosamine können krebserregend sein. Also – besser auf Fleisch mit Nitritpökelsalzen auf dem Grill verzichten!

Als krebserregend geltende Benzpyrene können hingegen entstehen, wenn die Marinade oder auch Fett in die Glut tropft. Sie kann man über den Rauch und damit die Atemwege aufnehmen. Auch beim Elektrogrill kann das geschehen, wenn das Fett auf die Heizstäbe tropft. Es ist daher wichtig, Fleisch und Gemüse auch nur in einer Schale aus Aluminium zu grillen. So verhindert man, dass etwas in die Glut / auf die Heizstäbe tropfen kann. Eine einfache, aber sehr effektiv Lösung, die zudem dafür sorgt, dass man nach dem Grillen weniger am Grill selbst zu reinigen hat.

Aber aufgepasst! Auch in der Aluschale darf nicht jedes marinierte Lebensmittel gegrillt beziehungsweise gegart werden. Wenn das gute Stück, das man gerne grillen möchte, in Salzlake eingelegt ist oder die Marinade Säure enthält, so ist auch eine Schale aus Aluminium nicht geeignet. Aluminiumione können ausgelöst werden durch die Reaktion der Salze oder Säure in Kombination mit den hohen Grill-Temperaturen. Aluminiumione haben toxische Wirkungen im Menschen und auch in Tieren.


Wie könnt ihr Feta, Tomaten, Salzheringe und gewisse Obstsorten dann grillen?

In einer Grillpfanne oder einer Edelstahlschale ist es überhaupt kein Problem, Ananas, Äpfel, Feta und Co. zuzubereiten. Oder man ändert den Speiseplan und nimmt stattdessen:

  • Auberginen
  • Champignons
  • Fenchel
  • Kartoffeln
  • Maiskolben
  • Paprika
  • Zwiebeln

Nicht auf den Grill gehören bereits gebutterte Maiskolben. Butter enthält empfindliche Fettsäuren, die bei hohen Temperaturen oxidieren und krebserregende Stoffe bilden. Deshalb immer daran denken: erst den Maiskolben grillen, und ihn danach mit (zerlassener) Butter oder gar Kräuterbutter bestreichen. Zu Fleisch sind Maiskolben eine gesunde Alternative und schmecken wirklich lecker!

Um das Gemüse schön saftig zu halten, mag man es bereits gefettet auf den Grill legen wollen – auch das ist kein Problem, wenn man das richtige Öl gewählt hat. Wichtig hierbei ist, dass es ein Öl ist, das raffiniert und nicht kaltgepresst ist. Es muss hitzebeständig sein.

Welche Fleischsorten eignen sich zum Grillen?

Fleisch, das leicht von Fett durchzogen ist, wird beim Grillvorgang nicht zäh und trocken wie mageres Fleisch wie zum Beispiel Kalbfleisch oder Wild. Beispielsweise eignet sich gut

  • Huhn
  • Lamm
  • Pute
  • Rind
  • Schwein

Wenn man das Fleisch bekömmlicher und kalorienarmer bekommen möchte, kann man nach dem Grillen den Fettrand abschneiden. Auch sollte man es vor dem Grillen so ungefähr eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen. So bleibt es schön saftig und brennt durch zu langes Grillen nicht an.


Wie bekommt ihr den Grill wieder sauber?

Auf jeden Fall: wartet, bis der Grill abgekühlt ist, nachdem ihr ihn benutzt habt, bevor ihr euch an die Reinigung wagt! Die Glut muss erkaltet sein, und der Gasanschluß zugedreht. Auch sollte, falls es sich um einen Elektrogrill handelt, die Stromversorgung unterbrochen sein, in dem ihr unbedingt den Stecker zieht.

Eine gute Nachricht gibt es: ihr benötigt keine speziellen Reinigungsmittel! Gängige Haushaltsmittel genügen. Einfach ist es, wenn sich der Grill in seine Einzelteile zerlegen lässt – zumindest die Teile, die mit dem Grillgut und / oder der Kohle in Berührung gekommen sind. Dann geht alles mit ein bisschen Putzübung ganz schnell. 😉 Gas- und Elektrogrills sind dementsprechend etwas einfacher zu reinigen als Holzkohlegrills – schon alleine, weil man keine Asche- oder Kohlereste entfernen muss. Wenn man vor dem Grillen den Grillrost gut eingeölt hat, muss man hinterher weniger schrubben! Eine gute Vorbereitung ist also alles – wie bei so vielen Dingen.

Elektro- und Gasgrills lassen sich besonders leicht reinigen – etwas Spüli genügt – jedoch sollte man bei gusseisernen Grillflächen darauf achten, diese nur mit warmem Wasser zu reinigen.

Was tun bei hartnäckigen Verkrustungen?

Haben sich bereits Verkrustungen gebildet, dann sollte man unbedingt auf eine Stahlbürste verzichten, um die Oberfläche nicht zu beschädigen. Eine einfache Spülbürste für normales Geschirr genügt. Auch für die anderen Teile des Grills genügen in der Regel etwas Spülmittel und ein weiches, feuchtes Tuch.

Schwieriger gestaltet sich die Reinigung eines Holzkohlegrills. Am besten löst man Verkrustungen, wenn man die zu reinigenden Teile (sprich: hauptsächlich den Grillrost) über Nacht in warmem Wasser mit einem Schuß Spüli einweicht. Oder, wenn man keinen Eimer oder ein Becken zur Verfügung hat, das groß genug ist, kann man auch feuchtes Zeitungspapier nehmen, in das man die zu reinigenden Teile wickelt. Hierbei sollte man jedoch daran denken, das Papier nach einigen Stunden wieder zu entfernen, sonst hat man noch mehr zu reinigen als bloß Fett und Verkrustungen. 😉 ist das erledigt, kann man den Schmutz relativ leicht mit einer Bürste entfernen. Ist etwas dennoch hartnäckiger, sollte man zu einer speziellen Grillbürste greifen (nicht einer Stahlbürste!).

Die einfache Methode

Man kann jedoch auch das anwenden, was viele Küchenversierte mittlerweile von ihren Backöfen kennen: die „Pyrolyse“. Hier lässt man den Schmutz einfach verbrennen – und kann ihn dann, wenn alles verbrannt ist, einfach abwischen. Auf jeden Fall sollte man den Grill nach Benutzung immer sehr gründlich reinigen und von möglichen Rückständen befreien, denn das wirkt sich sonst auf den Geschmack nachfolgender Grillvorgänge ab – ganz davon abgesehen, dass es unhygienisch ist!

Viel Arbeit spart man sich auch, wenn man den Rost vor dem Grillen mit Fett oder Öl einreibt. So setzen sich weniger Reste auf dem Rost ab, und das kann ganz schön Arbeit ersparen! Wenn man den Kohlebehälter zusätzlich noch mit Alufolie auslegt, bevor die Kohlen hineinkommen, so lässt sich hinterher auch dieser einfacher reinigen. Allerdings sollte man dabei daran denken, Löcher in die Folie zu stechen, damit die Luftzirkulation gewährleistet bleibt. Durch die Folie wird auch die Hitzeentwicklung verbessert, da die Folie die Wärme reflektiert.

Ein beliebtes Hausmittel bei eingebrannten Essenresten ist Backpulver, oder sogar Natron. Wenn man einen Eimer hat, der groß genug ist, um den Rost aufzunehmen, füllt man den mit warmem Wasser, legt den Rost hinein und fügt zwei Päckchen Backpulver hinzu. Über Nacht eingeweicht, lassen sich am nächsten Tag Verschmutzungen leicht mit einer Bürste und warmem Wasser entfernen.

Auch ein altbewährtes Hausmittel ist eine Mischung aus Essig und Zucker. Mühelos lassen sich Fett und eingebrannte Reste entfernen, wenn man 200 ml Apfelessig mit zwei Eßlöffeln Zucker vermischt. Das in eine Sprühflasche gefüllt und auf den (noch heißen) Rost gesprüht, danach mit einer Bürste in die Verkrustungen eingearbeitet, löst diese ohne größere Probleme. Nun noch einmal mit warmem Wasser und einem Lappen abgewischt, wird alles gut sauber.


Quellen und weiterführende Verweise

  • https://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/grillen/id_63228714/grillen-krebsgefahr-dieses-essen-sollte-nicht-auf-den-grill.html
  • https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/toxische_reaktionsprodukte/nitrosamine/et_nitrosamine_gefaehrlichkeit.htm

Bildnachweis

  • https://pixabay.com/de/photos/mann-menschen-junge-grill-grillen-791505/
  • https://pixabay.com/de/photos/grillen-grill-holzkohle-5055491/
  • https://pixabay.com/de/photos/gegrilltes-gem%c3%bcse-gegrillt-grillen-2172704/
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Letzte Aktualisierung am 9.08.2022 um 03:56 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API